Die Zukunft des sozialen Netzes in Deutschland

oder

Warum es übermorgen kein Hartz IV mehr geben wird

Anlässlich der bevorstehenden Fortsetzung des Flickwerks möchte ich einen Einblick geben, in das was ist und warum es nicht funktionieren kann:

Gegenwärtig haben wir ein soziales Netz, das bewirken soll, dass niemand hungern, krank oder obdachlos sein muss, und man im Alter mit ausreichend Geld versorgt ist. So ist jedenfalls die Idee. In der Praxis lässt sich anderes beobachten, nämlich dass die Sozialleistungen weniger, dafür aber teurer werden. Der Fehler liegt hierbei im System, dass sich die Politik nicht zu ändern traut. Unser Sozialsystem ist fast vollständig umlagefinanziert (durch Beiträge und Steuergelder) und hat nur eine sehr dünne Kapitaldecke als Sicherung. Ändern wir das nicht, ist das so, als würden wir in einem Zug sitzen, der mit mit hoher Geschwindigkeit auf einen Abgrund zufährt, über den die Brücke fehlt.

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Rentenversicherungspflicht für Selbstständige ab 2013 geplant

Für Selbstständige und Freiberufler hat sich Frau von der Leyen überlegt, dass es für diese ab 2013 Pflicht sein soll, doch auch in die gesetzliche Rentenversicherung oder eine Basisrente einzahlen sollen. Die SPD arbeitet laut gleichem Artikel offenbar an einem eigenen Antrag mit dem Ziel, alle Selbstständigen Pflicht zu versichern. Das Ziel ist die Vermeidung von Altersarmut. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und einen Blick auf das insgesamt nicht mehr zukunftsfähige Sozialversicherungssystem wirft…

Ich rufe an dieser Stelle dazu auf, die Petition gegen die Einführung dieser Zwangsrente zu unterschreiben!

Ich möchte auch erläutern, warum:

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Honorarberatung – der Anlegerschutz der Zukunft

In Großbritannien ist es soweit: Ab dem nächsten Jahr gibt es dort nur noch die Honorarberatung. Die Vergütung der Vermittler auf Provisionsbasis ist dann verboten. Da die Briten einen Anlegerschutz haben, nach dem ich mir hier die Finger lecke – hier ist ja selbst im worst case Szenario eine Leistung aus dem Einlagensicherungsfonds eine freiwillige optionale Leistung der Banken aber beileibe kein garantiertes Geld – sind hierzulande die ersten Stimmen auch mit Ziel auf die Honorarberatung zu vernehmen. Das finde ich persönlich sehr erstrebenswert. Ich frage mich allerdings, wie die Versicherungswirtschaft damit umgehen wird, wie die Gesellschaften das handhaben wollen, die überall ihr Filialnetz verstreut haben, das ausschließlich von Provisionen getragen wird. Oder wie die Allfinanzvertriebe das regeln würden, in denen die Mitarbeiter auf die heiligen Produkte eingeschworen werden, die der allwissende und unfehlbare Vorstand ausgewählt hat, damit aus der Honorarberatung keine Horrorberatung wird. (mehr …)

Riester- und Rüruprente haarklein aufgedröselt

Wie weiter unten versprochen hier ein paar Beispiele. Im ersten Fall betrachte ich eine zwanzigjährige Berufsanfängerin mit 25.400 Euro Jahresbrutto und voraussichtlich 21.225 Euro zu versteuerndem Einkommen, die 200 Euro monatlich für die Altersvorsorge aufwendet. Was bekommt sie, wenn sie riestert und rürupt und kinderlos bleibt?

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Published in: on 10. August 2010 at 15:22  Comments (48)  
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Tipps zu Riester und Rürup

Angeregt durch die Diskussion ein paar Beiträge früher möchte ich ein paar Tipps zum Aufbau einer sinnvollen Altersvorsorge geben. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man sein Geld in möglichst viele Anlageklassen investieren sollte. Ein gesundes Portfolio in Aktienfonds, dass man in vermögenswirksamen Leistungen schon für kleines Geld beginnen kann und vom Staat mit 20 % gefördert bekommt, gehört für mich ebenso dazu, wie die Anlage in Beteiligungen mit einem möglichst guten Sicherheitskonzept und natürlich Versicherungslösungen. In diesem Beitrag werde ich auf die Vorteile der Riester- und der Rüruprente eingehen und zeigen, auf was man dabei achten sollte, um einen respektablen Nettogewinn zu erreichen.

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Riestern und gerürupt werden…

Irgendwie erinnert mich das immer an die alltägliche Praxis, wenn ich wieder mal höre, dass sich die Riesterrente oder die Rüruprente nicht lohnen würden und ich einfach mal nachfrage, warum nicht…

Zehn Gründe, warum Sie von Riester und Rürup die Finger lassen sollten:

  1. Sie lehnen Subventionen vom Staat kategorisch ab.
  2. Sie wollen auf gar keinen Fall eine Steuerererleichterung haben.
  3. Sie bekommen bereits Altersrente. (mehr …)