Die Zukunft des sozialen Netzes in Deutschland

oder

Warum es übermorgen kein Hartz IV mehr geben wird

Anlässlich der bevorstehenden Fortsetzung des Flickwerks möchte ich einen Einblick geben, in das was ist und warum es nicht funktionieren kann:

Gegenwärtig haben wir ein soziales Netz, das bewirken soll, dass niemand hungern, krank oder obdachlos sein muss, und man im Alter mit ausreichend Geld versorgt ist. So ist jedenfalls die Idee. In der Praxis lässt sich anderes beobachten, nämlich dass die Sozialleistungen weniger, dafür aber teurer werden. Der Fehler liegt hierbei im System, dass sich die Politik nicht zu ändern traut. Unser Sozialsystem ist fast vollständig umlagefinanziert (durch Beiträge und Steuergelder) und hat nur eine sehr dünne Kapitaldecke als Sicherung. Ändern wir das nicht, ist das so, als würden wir in einem Zug sitzen, der mit mit hoher Geschwindigkeit auf einen Abgrund zufährt, über den die Brücke fehlt.

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Rentenversicherungspflicht für Selbstständige ab 2013 geplant

Für Selbstständige und Freiberufler hat sich Frau von der Leyen überlegt, dass es für diese ab 2013 Pflicht sein soll, doch auch in die gesetzliche Rentenversicherung oder eine Basisrente einzahlen sollen. Die SPD arbeitet laut gleichem Artikel offenbar an einem eigenen Antrag mit dem Ziel, alle Selbstständigen Pflicht zu versichern. Das Ziel ist die Vermeidung von Altersarmut. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und einen Blick auf das insgesamt nicht mehr zukunftsfähige Sozialversicherungssystem wirft…

Ich rufe an dieser Stelle dazu auf, die Petition gegen die Einführung dieser Zwangsrente zu unterschreiben!

Ich möchte auch erläutern, warum:

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Mal ganz ernst

Volker Pispers hat hier völlig recht:

Die Frage ist berechtigt, wovon die Menschen als Rentner ihre Miete bezahlen wollen. Und denkt man das mal weiter, wenn demografisch bedingt die Arbeitnehmer weniger werden und die höhere Beiträge in die Rentenkasse einzahlen, damit für mehr Rentner wenigstens die 43 % vom letzten Netto als Rente bleiben: Von wessen Geld werden dann eigentlich die übrigen Transferleistungen, also Hartz IV bezahlt, mit denen die Rentner aufstocken können?

Ich schätze, man kann dann nur noch das erwarten, was man sich selber aufgebaut hat.

Honorarberatung – der Anlegerschutz der Zukunft

In Großbritannien ist es soweit: Ab dem nächsten Jahr gibt es dort nur noch die Honorarberatung. Die Vergütung der Vermittler auf Provisionsbasis ist dann verboten. Da die Briten einen Anlegerschutz haben, nach dem ich mir hier die Finger lecke – hier ist ja selbst im worst case Szenario eine Leistung aus dem Einlagensicherungsfonds eine freiwillige optionale Leistung der Banken aber beileibe kein garantiertes Geld – sind hierzulande die ersten Stimmen auch mit Ziel auf die Honorarberatung zu vernehmen. Das finde ich persönlich sehr erstrebenswert. Ich frage mich allerdings, wie die Versicherungswirtschaft damit umgehen wird, wie die Gesellschaften das handhaben wollen, die überall ihr Filialnetz verstreut haben, das ausschließlich von Provisionen getragen wird. Oder wie die Allfinanzvertriebe das regeln würden, in denen die Mitarbeiter auf die heiligen Produkte eingeschworen werden, die der allwissende und unfehlbare Vorstand ausgewählt hat, damit aus der Honorarberatung keine Horrorberatung wird. (mehr …)

Riesterrente abgemeldet?

Das Magazin Cash betrachtet eine Studie des Marktforschungsunternehmens Toluna. Demnach büßt die Riesterrente immer mehr an Rennomee ein. Statt dessen setzt ein Drittel der Deutschen auf das selbstgenutzte Wohneigentum. Ehrlich gesagt kann ich das nicht verstehen, denn spätestens wenn der letzte Wohnriesterbausparvertrag ausbezahlt wurde, werdet ihr sehen, dass man Steine und Beton nicht essen kann…

Nee, mal im Ernst: Der Riesterdschungel ist fürchterlich und man sollte dringend darauf achten, was man kauft und unbedingt vergleichen, bzw. einen wirklich echten, unabhängigen Makler vergleichen lassen. Die gruseligsten Varianten: (mehr …)

Riester- und Rüruprente haarklein aufgedröselt

Wie weiter unten versprochen hier ein paar Beispiele. Im ersten Fall betrachte ich eine zwanzigjährige Berufsanfängerin mit 25.400 Euro Jahresbrutto und voraussichtlich 21.225 Euro zu versteuerndem Einkommen, die 200 Euro monatlich für die Altersvorsorge aufwendet. Was bekommt sie, wenn sie riestert und rürupt und kinderlos bleibt?

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Published in: on 10. August 2010 at 15:22  Comments (48)  
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Tipps zu Riester und Rürup

Angeregt durch die Diskussion ein paar Beiträge früher möchte ich ein paar Tipps zum Aufbau einer sinnvollen Altersvorsorge geben. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man sein Geld in möglichst viele Anlageklassen investieren sollte. Ein gesundes Portfolio in Aktienfonds, dass man in vermögenswirksamen Leistungen schon für kleines Geld beginnen kann und vom Staat mit 20 % gefördert bekommt, gehört für mich ebenso dazu, wie die Anlage in Beteiligungen mit einem möglichst guten Sicherheitskonzept und natürlich Versicherungslösungen. In diesem Beitrag werde ich auf die Vorteile der Riester- und der Rüruprente eingehen und zeigen, auf was man dabei achten sollte, um einen respektablen Nettogewinn zu erreichen.

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Riestern und gerürupt werden…

Irgendwie erinnert mich das immer an die alltägliche Praxis, wenn ich wieder mal höre, dass sich die Riesterrente oder die Rüruprente nicht lohnen würden und ich einfach mal nachfrage, warum nicht…

Zehn Gründe, warum Sie von Riester und Rürup die Finger lassen sollten:

  1. Sie lehnen Subventionen vom Staat kategorisch ab.
  2. Sie wollen auf gar keinen Fall eine Steuerererleichterung haben.
  3. Sie bekommen bereits Altersrente. (mehr …)

Zehn Gründe, warum Sie KEINE Altersvorsorge betreiben sollten…

  1. Sie sind schon Rentner und bekommen ausreichend Rente.
  2. Sie besitzen mehr als vier Millionen Euro und können inflations- und steuerbereinigt von den Zinsen leben.
  3. Sie erzielen durch Mieteinnahmen monatlich ein Ihnen ausreichendes Nettoeinkommen.
  4. Sie sind absolut sicher, dass Ihr Lebenspartner Sie bis zu Ihrem Lebensende finanziell tragen kann und wird.
  5. Sie sind absolut sicher, dass Sie an dem Tag, an dem Sie in Rente gehen, einen Lottogewinn von mehr als vier Millionen Euro erhalten.
  6. Sie sind felsenfest davon überzeugt, dass die Bundesregierung ab sofort jedes Jahr ca. drei Millionen Säuglinge importieren wird, die in 20 Jahren Ihre Rente bezahlen werden.
  7. Sie planen in eine Gemeinschaft ohne Geldwirtschaft auszuwandern, etwa zu den Eipo in den Dschungel Papua Neu Guineas oder den Yanomami am Amazonas.
  8. Sie wünschen sich, Ihren Lebensabend von Sozialhilfe zu bestreiten.
  9. Sie wünschen sich, Ihren Lebensabend als Bankräuber entweder mit Geld in der Karibik oder ohne Geld im Knast zu verbringen.
  10. Sie werden es schaffen, vor Ihrem Renteneintritt den Dritten Weltkrieg anzuzetteln.

Wenn Sie einen dieser Gründe mit „Ja! Absolut!“ beantworten können, brauchen Sie sich nicht um Ihre Altersvorsorge zu kümmern…

Das Sicherheitsbedürfnis und die Krise

Eben habe ich bei Cash.online wieder eine Blüte eines seltsamen Phänomens aus der aktuellen Finanzkrise entdecken können: Die Riesterrente. OK, das ist jetzt nichts besonderes. Dass man riestern sollte, wenn man darf ebenfalls nicht, aber die Art der Riesterrente, das Produkt des Anbieters HDI Gerling und wie es in dem Artikel beworben wird, macht mich doch stutzig. (mehr …)