210 Milliarden Euro Verlust

Das ist die Zahl, die laut Focus Money die Niedrigzinsphase seit dem Jahr 2000 den Sparern in klassischen Lebensversicherern beschert hat. Wie das? Ganz einfach: Lebensversicherungen sind nicht frei in dem, wie sie anlegen können. Das meiste sind Staatsanleihen mit Mindestanforderungen, mit denen die garantierten Zinsen erwirtschaftet werden sollen. Diese gibt es nur zu niedrigen Zinsen, verursacht von der Geldpolitik der EZB, die den Leitzins von 4,75 % auf 0,5 % gesenkt hat. Alle, die mit den Überschüssen gerechnet haben, können die prognostizierte Ablaufleistung ihrer jährlichen Bescheide ihrer Lebensversicherungen einmal nebeneinander legen. Die Verringerung der Leistung ist erschreckend anzusehen – gerade, wenn die Lebensversicherung zur Tilgung einer Immobilienfinanzierung hinterlegt ist. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich Menschen begegne, die zu Rentenbeginn eigentlich ein abbezahltes Haus haben wollten, durch diesen Wertverlust aber als Rentner noch einmal 30.000 oder 40.000 Euro nachfinanzieren mussten. Von 7,5 % prognostizierter Rendite kamen oft nur zwischen 3,7 und 4,2 % Wertzuwachs zustande. (mehr …)

Das Geld ist nicht sicher…

…egal was Frau Merkel letztens wieder für ein beruhigendes Bild beschworen hat. Ganz aktuell teilt das so der Chef der EZB Klaas Knot gegenüber Reuters mit, wenn er klarstellt, dass die Enteignung von Spareinlagen und Guthaben auf Konten künftig Teil der Abwicklung von maroden Banken sein wird. Knot vbestätigt damit den niederländischen Euro-Gruppenführer Jereon Dijsselbloem. Den Sparern geht es damit also an die notwendigen Rücklagen für Auto, Heizung oder eben ein Stück Altersvorsorge, den Geschäftsleuten an das Wichtigste, die Liquidität, wie der Fall Zypern eindrucksvoll bewiesen hat, wo nun etliche arbeitslos werden, weil die EU die Geschäftskonten leer geräumt hat und die Gehälter nicht mehr ausgezahlt werden können.

Und wenn Sie jetzt glauben, Ihr Geld wäre sicher, weil sie das meiste davon in einer klassischen Lebensversicherung eingelagert haben: Zehn Gründe, die dagegen sprechen hatte ich schon genannt, seit diesem Jahr ist ein elfter Grund Gesetz. CAC steht für Collective Action Clause und ist eine Klausel zur Entwertung von Staatsanleihen. Wird für ein Land ein Schuldenschnitt beschlossen, wie etwa für Griechenland vor nicht allzu langer Zeit um mehr als die Hälfte, dann ist das künftig noch einfacher zu regeln, weil alle neu ausgegebenen Staatsanleihen diese Möglichkeit zur Entwertung serienmäßig mit eingebaut haben. Klassische Lebensversicherungen investieren derzeit zu rund 90 % in Staatsanleihen. Es ist inzwischen also kein undenkbares Szenarion mehr, wenn plötzlich diese 90 % weniger als die Hälfte wert sind, die Versicherung sich davon noch bezüglich ihrer eigenen Kosten bedient und für Sie kaum noch etwas nennenswertes übrig bleibt.

Ändern Sie das. Ich helfe gern.

Weltwährungssystem

„…die Arbeiten am gemeinsamen Weltwährungssystem sind unter der französischen Präsidentschaft deutlich vorangekommen…“

Warum der Euro nicht existieren dürfte

zeigt diese sehr gut gemachte Doku der ARD:

Der Euro selbst ist ein wesentlicher Grund, weshalb es die Eurokrise überhaupt gibt. In diesem ARD-Bericht gibt es einen Überblick über wesentliche Punkte, weshalb Griechenland, Italien und andere damals dem Euro nicht hätten beitreten dürfen, ebenso wie über deutschen und französischen Druck, der das Vertrauen in den Euro nachhaltig geschwächt hat, sowie den Einfluss der Banken und auch deren Fehlen.

Aussetzung der Überschüsse?

Laut eines aktuellen Artikels der FTD erwarten Experten, dass die BaFin beschließen könnte, die Mindestüberschussbeteiligung bei Lebensversicherungen auszusetzen. Eine Stundung oder eine temporäre Aussetzung wäre hier denkbar. Damit würde der Garantiezins dann nicht mehr geleistet werden.

Die Großen der Branche und die Munich Re sehen diese Gefahr zwar erst, wenn die Zinsen für Rentenpapiere weiterhin niedrig bleiben, aber letztens hatte die EZB verlauten lassen, dass das die nächsten Jahre auch so sein wird. Die Société Générale sieht jedenfalls nicht die Möglichkeit, durch Neugeschäft allein diese Krise zu überleben, wenn keine grundsätzlichen Änderungen vorgenommen werden.

Wie ernst die Lage ist, zeigt das Verhalten der Versicherer den Kunden gegenüber und die Lobbyarbeit, die sie aktuell betreiben: (mehr …)

Für was werden sie stimmen?

Unsere Abgeordneten sind gemeint. Der ESM hat nicht genug Geld für die Euro-Rettung. So schreiben es die Deutschen Mittelstandsnachrichten. Und das halte ich nach wie vor für eine realistische Einschätzung. Damit nun der ESM weiter aufgefüllt werden kann, wird der Bundestag mittelfristig vor der Entscheidung stehen, dem ESM mehr Geld zu geben. Wird er das tun? Ich denke ja, egal wie die nächste Regierung aussieht. Italien steht nicht fest da, Spanien braucht neues Geld, Portugal steuert auf griechische Verhältnisse zu, Griechenland nähert sich Verhältnissen wie in der Weimarer Republik. Der Privatsektor soll beim ESM in angemessener Weise beteiligt werden, wer nicht binnen sieben Tagen zahlt, verliert sein Stimmrecht, … Schließlich soll das angeblich alles alternativlos sein…

Sie suchen nach einer Alternative für Ihr Geld?

Published in: on 22. Oktober 2012 at 13:05  Schreibe einen Kommentar  
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Noch heimlicherer Angriff auf die Spareinlagen

Laut Deutscher Wirtschafts Nachrichten gibt die EU den Versuch nicht auf, die Guthaben der Sparer an schlecht wirtschaftende Banken umzuverteilen. Was im Juni als gemeinsame Einlagensicherung zu offensichtlich war, wird jetzt unter dem Deckmäntelchen der Festschreibung der nationalen Einlagensicherung noch einmal versucht: Die Banken sollen sich europaweit gegenseitig stützen, was die staatliche Einlagensicherung wieder ad absurdum führt. Man kann nur fortgesetzt mit dem Kopf schütteln angesichts dieser dreisten Lobbyarbeit und sehen, dass man sein Geld intelligent angelegt hat.

Published in: on 9. Oktober 2012 at 09:58  Schreibe einen Kommentar  
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Altersarmut macht Angst

Cash.online zeigt aktuell in einem Artikel auf, dass die Hälfte der Bürger in Deutschland Altersarmut als Bedrohung empfinden. Ich finde es erstaunlich, dass die Menschen das erst jetzt realisieren, denn die Thematik ist nun wirklich nicht neu. Selbst das Heer der sogenannten Finanzberater, deren Analysen und Empfehlungen ich kaum als Finanzberatung bezeichnen würde, zeigt schon seit Jahren auf, dass die staatliche Rente im Alter nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard zu halten. Das haben sie auch vor Jahren bereits mit den vom statistischen Bundesamt bereitgestellten Zahlen begründet.

Was also schreckt die Bürger jetzt plötzlich auf? (mehr …)

Published in: on 25. September 2012 at 19:43  Comments (1)  
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Vereinigte Schuldenstaaten von Europa

Die Politiker haben es beschlossen, das Verfassungsgericht hat es mit Einschränkungen gebilligt und Gauck hat es gestern zügig einen Tag nach der Entscheidung des Verfassungsgerichts unterschrieben: Der ESM als überpolitisches und undemokratisches Regierungsorgan steht. Ab sofort könnte man die Eurozone auch Vereinigte Schuldenstaaten von Europa nennen. Was bedeutet das?

(mehr …)

Altersarmut

Das Bild der Bild zeigt tabellarisch die Auswirkungen des aktuellen Rentensystems sowie bei einer Verschlechterung der Rentensituation auf realistische 43 % des Nettos. Der Artikel zeigt plakativ, dass es inzwischen bei so ziemlich jedem angekommen ist, dass für viele der Lebensunterhalt nicht von der Gesetzlichen Rentenversicherung kommen wird.

Ich frage mich, ob die Grundsicherung mit der Inflation steigt. Bisher tut sie das nicht. Nimmt man die Zahlen der Tabelle, so hat bei einer Inflation von moderaten 2,5 % die höchste Rente von 1.082.03 Euro 2030 noch eine Kaufkraft von 693,76 Euro, also das Niveau der heutigen Grundsicherung. Die niedrigste Rente der Tabelle von 523,- Euro reicht 2030 mit 335,33 Euro gerade noch für die Miete.

Kommen Sie damit aus?