Aussetzung der Überschüsse?

Laut eines aktuellen Artikels der FTD erwarten Experten, dass die BaFin beschließen könnte, die Mindestüberschussbeteiligung bei Lebensversicherungen auszusetzen. Eine Stundung oder eine temporäre Aussetzung wäre hier denkbar. Damit würde der Garantiezins dann nicht mehr geleistet werden.

Die Großen der Branche und die Munich Re sehen diese Gefahr zwar erst, wenn die Zinsen für Rentenpapiere weiterhin niedrig bleiben, aber letztens hatte die EZB verlauten lassen, dass das die nächsten Jahre auch so sein wird. Die Société Générale sieht jedenfalls nicht die Möglichkeit, durch Neugeschäft allein diese Krise zu überleben, wenn keine grundsätzlichen Änderungen vorgenommen werden.

Wie ernst die Lage ist, zeigt das Verhalten der Versicherer den Kunden gegenüber und die Lobbyarbeit, die sie aktuell betreiben: (mehr …)

Warum Sie keine klassische Lebensversicherung haben sollten

Klassische oder kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen gehören zu den schlechtesten Möglichkeiten, Geld anzulegen. Wenn Sie noch welche haben, sollten Sie sich ernsthaft überlegen, ob Sie die wirklich behalten wollen!

10 Gründe

1. Alle kapitalbildenden Lebensversicherungen in Deutschland investieren inzwischen zu mehr als 80 %, einige sogar zu mehr als 90 % in Rentenpapieren, also Staatsanleihen. Das sind Geldwerte, keine Sachwerte; die Kaufkraft schwindet also mit der Inflation. Bekommen Sie beispielsweise aus einer 40 Jahre lang besparten Lebensversicherung  100.000 Euro ausbezahlt, können sie bei einer durchschnittlichen Inflation von 2,5 % wie wir sie aktuell haben, noch für 37.243 Euro einkaufen. Bei einer Inflation von 7 %, wie wir sie zu D-Mark-Zeiten auch schon hatten, haben 100.000 Euro noch einen Gegenwert von 6.678 Euro. Bei einem Garantiezins von 4,0 % müssen Sie 41.184 Euro in den Sparanteil nach Abzug aller Kosten investieren. Je nach Versicherungsgesellschaft ist das bei einem reinen Todesfallschutz ohne sonstige Zusatzversicherungen ein monatlicher Gesamtbeitrag zwischen 110 und 160 Euro über 40 Jahre. Beim aktuellen Garantiezins von 1,75 % müssen Sie 69.216 Euro einzahlen, was einem monatlichen Gesamtbeitrag je nach Versicherungsgesellschaft zwischen 175 und 240 Euro entspricht.

2. Der Garantiezins in alten Verträgen liegt zwischen 2,25 % und 4,0 % und wurde in den letzten Jahren schrittweise auf 1,75 % abgesenkt. (mehr …)

Zitat des Tages:

„Wer nur einen Hammer hat, wird jedes Problem für einen Nagel halten.“

(André Bittner)

 

Das ist letztlich die Crux in der Finanzberatung: die meisten, die sich in der Branche bewegen, haben nur einen Hammer und bieten das als Allheilmittel an. Echte Finanzberatung greift nicht nur auf einen umfangreichen Werkzeugkasten zu, sondern identifiziert auch das Problem als das, was es wirklich ist.

Z3, C64, i7 Quad-Core

Manchen werden diese Kürzel etwas sagen. Wenn ja, dann sind das meist Leute aus der IT-Branche. Z3 meint nicht den von BMW, sondern den von Konrad Zuse, C64 meint nicht den Chrysler Imperial, sondern den Commodore 64 und der i7 Quad Core ist das neueste Prozessorgebilde von intel. Jetzt kommt die Frage: Mal angenommen, Sie hätten einen Z3, also ein Gerät, das etwas weniger kann, als ein Taschenrechner. Mal angenommen, Sie könnten ohne zusätzlichen Kostenaufwand auf einen C64 oder einen i7 wechseln. Was würden Sie tun?
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Zitat des Tages

„Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit“

Das stammt von Bill Gates. Damit hat er auch Recht, wenn man die Entwicklung betrachtet, mit der der Marktanteil von Microsoft schrumpft. Was ich wichtig finde ist: Das lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen. Beispielsweise auf Altersvorsorge oder Vermögensaufbau. Die klassischen Lerbensversicherungen, die vor Jahren noch mit Renditen von über sieben Prozent geworben haben, bekommen heute kaum noch die Garantiewerte von dreieinhalb bzw. vier Prozent garantiert. Wie auch? Sie können ja nur in Immobilien investieren und da ist die Möglichkeit, Überschüsse zu erwirtschaften, an denen man die Versicherungsnehmer beteiligen kann,  seit Jahren nicht mehr so schön wie Mitte der Neunziger.

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Die Immobilie als Renditeobjekt – darf´s etwas mehr sein?

Immobilien können nicht nur selbstbewohnt, sondern auch renditeträchtig sein. Wie renditeträchtig, das hängt davon ab, in was für Immobilien investiert wird. Entscheidend ist immer die Lage und was mit der Immobilie gemacht wird. Es gibt eine ganze Reihe von Varianten, wie man zu Immobilieneigentm als Renditeobjekt kommen kann. Es gibt die Möglichkeit selbst eine komplett zu erwerben, zu vermieten und zu hoffen, dass man keine Mietnomaden abbekommen hat. Oder man kann sich einem Fonds anschließen, der in Immobilien investiert. Offene Immobilienfonds gibt es einige und dort vier bis fünf Prozent Rendite zu erzielen ist auch kein Hexenwerk.

Cash.online macht gerade auf eine wachstumsstarke Variante aufmerksam, die ich auch immer wieder gerne in ein gut sortiertes Portfolio einbaue: Gewinne erzielen, wo andere nur sparen. (mehr …)

Published in: on 31. August 2010 at 18:57  Comments (3)  
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Banken haben weiter keine gute Beratungsqualität

Ist des einen comedy des anderen reality? Letztes Jahr hat die Stiftung Warentest Banken getestet und  ist zu einem vernichtenden Ergebnis gekommen. Wir konnten wir das kaum glauben und haben uns selber testweise bei detmolder Banken beraten lassen. Unser Ergebnis war ebenfalls erschütternd. Jetzt, nach einem Jahr, hat die Stiftung Warentest die Beratungsqualität der Banken erneut auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: Die Blamage geht weiter.

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Published in: on 21. Juli 2010 at 01:02  Schreibe einen Kommentar  
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Wie sicher ist ihr Geld in ihrer Lebensversicherung?

Was gerne geglaubt wird ist, dass Kapitallebensversicherungen besonders sichere Geldanlagen sind. Stimmt das denn? Können Lebensversicherungen wirklich nicht pleite gehen und das Geld ist bombensicher und renditestark angelegt?

Schon 1995 warnte die Presse vor der Geldanlageform der Kapitallebensversicherung. Der Spiegel brachte 1998 den Artikel Lebensversicherungen – Legaler Betrug? Hans Dieter Meyer vom Bund der Versicherten hat damals sogar vor Gericht erstritten, dass der dieser Form der Geldanlage so nennen darf. Warum legaler Betrug?

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Wer beim Bausparen wirklich Kasse macht:

Fazit: Ein miserables wirtschaftliches Ergebnis, wenn man die in 10, 20 oder 30 Jahren geplante Immobilie nachher nicht baut oder kauft.

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Ein Wort zu Garantien

Dieser ARD-Beitrag aus der Sendung Ratgeber Geld ist zwar schon von 2008 und ein paar Zahlen haben sich seitdem geändert (damals gab es noch Tagesgeld mit 4 % Zinsen), aber er hat zum Thema Inflation, Sachwerte und Garantien noch nichts an Aktualität eingebüßt:

Das wichtige Fazit des Beitrages: Mittel- und langfristig sind Aktienfonds die bessere Möglichkeit der Geldanlage, um der Inflation zu entkommen. Wer Garantien gegen den Verfall des Geldwertes haben will, muss diese Garantien mit niedrigen Renditen letzlich selber bezahlen…