Lieber zum Zahnarzt gehen als Altersvorsorge betreiben?

Laut einem lesenswerten Artikel auf Spiegel online entspricht das der aktuellen Mentalität der Deutschen – sie gehen lieber zum Zahnarzt. Lieber tun sie nichts und starren wie die Kaninchen gebannt auf die Schlange, die sie gleich fressen wird.

Ich kann die Verunsicherung der Menschen verstehen. Am Schalter der Banken wird angeboten, was hausintern vorgegeben wird, manche Finanzberater umgeben sich mit dem Anschein der Unabhängigkeit und liefern nur, wo die höchsten Provisionen fällig werden, die allgemeinen Anforderungen an Finanzberater werden immer höher und damit teurer und manche Versicherer müssen sich damit abfinden, dass sie die versprochenen Garantieleistungen nicht mehr über Staatsanleihen mit risikofreier Rendite, sondern renditefreiem Risiko erwirtschaften müssen. Die Kosten werden in Zeiten von Zinsen auf Sparguthaben unterhalb der offiziellen Inflationsrate ein immer wichtigeres Entscheidungskriterium, Alternativen zu klassischen Anlagen werden immer wichtiger.

Nichtstun ist in keinem Fall eine Lösung. Die richtigen Entscheidungen zu treffen und die notwendigen Änderungen zu ermöglichen, basierend auf Sachkenntnis und Hintergrundwissen ohne etwas schön zu reden, das ist mein Job.

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Zitat des Tages

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Albert Einstein

Published in: on 14. Juli 2012 at 12:27  Schreibe einen Kommentar  
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Die Griechen heben ab

und zwar ihr Geld von den Banken. Laut WSJ haben die Griechen allein am Montag nach der gescheiterten Regierungsbildung in Griechenland ca. 700 Milionen Euro abgehoben. Das ist die Psychologie in der Krise: Rette, was zu retten ist. Das Problem ist nicht neu, denn laut dem Artikel fließen von griechischen Banken seit 2009 pro Monat zwischen 2-3 Milliarden Euro in andere Länder ab und deren Eigenkapital erreicht so langsam überschaubare Größen.

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Honorarberatung – der Anlegerschutz der Zukunft

In Großbritannien ist es soweit: Ab dem nächsten Jahr gibt es dort nur noch die Honorarberatung. Die Vergütung der Vermittler auf Provisionsbasis ist dann verboten. Da die Briten einen Anlegerschutz haben, nach dem ich mir hier die Finger lecke – hier ist ja selbst im worst case Szenario eine Leistung aus dem Einlagensicherungsfonds eine freiwillige optionale Leistung der Banken aber beileibe kein garantiertes Geld – sind hierzulande die ersten Stimmen auch mit Ziel auf die Honorarberatung zu vernehmen. Das finde ich persönlich sehr erstrebenswert. Ich frage mich allerdings, wie die Versicherungswirtschaft damit umgehen wird, wie die Gesellschaften das handhaben wollen, die überall ihr Filialnetz verstreut haben, das ausschließlich von Provisionen getragen wird. Oder wie die Allfinanzvertriebe das regeln würden, in denen die Mitarbeiter auf die heiligen Produkte eingeschworen werden, die der allwissende und unfehlbare Vorstand ausgewählt hat, damit aus der Honorarberatung keine Horrorberatung wird. (mehr …)

Twitter als Informationsquelle für Banken und Hedgefonds

Informationen sind essenziell für alle, deren Geschäftsmodell von Schnelligkeit und dem richtigen timing abhängig ist. Dabei verlassen sich immer mehr Unternehmen auf die Informationen, die aus sozialen Netzwerken stammen. Wie  SPON berichtet, nutzen Banken und Hedgefonds die Dienstleistungen von Datensammel- und -analysefirmen, wie etwa Dataminr. Deren software liest beispielsweise Twittermeldungen aus und analysiert diese auf „plötzliche emotionale Reaktionen“. So gibt es Hinweise auf wichtige anstehende oder gerade passierte „aufregende“ Ereignisse. Die Firma Cataphora liest Twitter nach Meldungen über Betrüger und Pleiten aus, andere Firmen liefern Auswertungen von online veröffentlichten Bilanzzahlen. Wer diese Informationen besitzt, bevor die Nachrichtenagenturen darüber berichten, hat die entscheidenden Minuten um schnell und hocheffizient zu handeln.

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Guerilla Marketing auf Holländisch

Hört sich zwar nach Krieg an, meint aber die Strategie, durch winzige, gezielte Aktionen auf sehr ungewöhnliche Weise Informationen zu geben, über die man spricht. Und sie so verbreitet…

Vielen Dank AdvilANet für´s drauf aufmerksam machen!

Published in: on 1. Juni 2011 at 19:28  Schreibe einen Kommentar  
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Sind Sie Bewahrer, Genießer oder Abenteurer?

Oder vielleicht Hedonist (also ein an materiellen Genüssen interessierter Egoist), ein Performer (also ein Macher voller Tatendrang), ein Toleranter oder ein Disziplinierter? Wen das interessiert? Vielleicht Ihre Sparkasse! Interne Dokumente dazu liegen anscheinend dem NDR vor.

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Published in: on 4. November 2010 at 14:08  Comments (1)  
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Jahrzehnte alte Fehler – immer wieder neu gemacht

Ich bin zwar kein klassischer Unternehmensberater aber in meiner Tätigkeit als Finanzberater erhalte ich immer wieder Einblicke in verschiedenste Unternehmen. Dabei fällt mir auf, dass oft genau so gearbeitet wird, wie Daniel Pink das in seiner wirklich genialen Rede hier kritisiert:

Warum bloß? Wird den Mitarbeitern keine Kreativität zugetraut oder ist es die Angst vor Kontrollverlust?

Heiko, vielen Dank für das geniale Video!