Rentenversicherungspflicht für Selbstständige ab 2013 geplant

Für Selbstständige und Freiberufler hat sich Frau von der Leyen überlegt, dass es für diese ab 2013 Pflicht sein soll, doch auch in die gesetzliche Rentenversicherung oder eine Basisrente einzahlen sollen. Die SPD arbeitet laut gleichem Artikel offenbar an einem eigenen Antrag mit dem Ziel, alle Selbstständigen Pflicht zu versichern. Das Ziel ist die Vermeidung von Altersarmut. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und einen Blick auf das insgesamt nicht mehr zukunftsfähige Sozialversicherungssystem wirft…

Ich rufe an dieser Stelle dazu auf, die Petition gegen die Einführung dieser Zwangsrente zu unterschreiben!

Ich möchte auch erläutern, warum:

Der von Frau von der Leyen geplante Beitrag zur GRV oder einer Rüruprente soll anders als bei Angestellten einkommensunabhängig abgeführt werden. Im Gespräch sind 350 – 450 Euro im Monat, was sich mit der Krankenversicherung auf 700 – 800 Euro monatlicher Abgaben Minimum für die sozialen Sicherungssysteme beläuft. Sind Sie Nebenberufler, weil Sie selbstgebastelte Sachen auf Plattformen wie etsy oder Dawanda anbieten?  Haben Sie ein selbstständiges Nebeneinkommen als Schausteller auf Mittelaltermärkten? Geben Sie freiberuflich Führungen durch Nationalparke oder Museen? Handeln Sie ab und an mal mit gebrauchten Autos, die Sie hobbymäßig vom Schrotthaufen zum Oldtimer restaurieren? Oder üben Sie eine andere selbstständige nebenberufliche Tätigkeit aus? Dann dürfen Sie maximal noch 400 Euro Einkommen daraus haben, sonst müssen Sie jeden Monat die 400-Euro-Hürde überspringen. Sind Sie Hauptberufler, dann kommen monatliche Fixkosten ab 700 Euro aufwärts auf Sie zu, wenn man nur Kranken- und Rentenversicherung zugrunde legt. Darauf legen Sie noch alle anderen Betriebsausgaben und es wird ganz schnell klar, ob sie von dem verbleibenden Gewinn noch leben können. Für einen großen Teil der Selbstständigen und Freiberufler wird das das Ende der Selbstständigkeit sein. Wenn Sie das können, ist es ein Groschengrab, denn nach 30 Jahren Beitragszahldauer haben Sie damit eine gesetzliche Rente von weniger als dem heutigen Hartz-IV-Satz, nach 45 Jahren Beitragszahlung liegen Sie etwa 20 % darüber. CDU und SPD scheinen das für sozial zu halten. Das kann selbst die schlechteste private Rentenversicherung wesentlich besser! Hier steht aber aufgrund der Vorgaben nur die Basisrente (Rüruprente) zur Verfügung.

Vermutlich trifft Sie diese Problematik nicht, wenn Sie einem berufsständischen Versorgungswerk angehören, Mitglied der KSK sind oder bereits eine private Altersvorsorge haben, die im Garantiebereich mehr als die Grundsicherung auszahlen wird oder ein Immobilienbesitz nachweisen können. Können Sie das nicht, so biete ich Ihnen gerne eine Vorsorgeanalyse an, bei der das geklärt werden kann!

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Alexander Hausmann auf facebook:

    „Die Selbstständigen brauchen KEINE ZWANGSABGABE sondern FINANZIELLE BILDUNG!

    Die Menschen sollen Fischen lernen und nicht das Geld in Fische investieren….“

    Ganz meine Meinung!

  2. […] der bevorstehenden Fortsetzung des Flickwerks möchte ich einen Einblick geben, in das was ist und warum es nicht funktionieren […]


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